Balkan und Rhodopen
Zwischen Balkan und bulgarischem Mittelgebirge erstreckt sich eine Zone kleinerer Becken, die wegen ihrer geschützten Lage schon früh besiedelt wurden und wegen ihres milden Klimas vor allem für die Gewinnung von Rosenöl und Wein genutzt werden. Auch die Hauptstadt Sofia liegt in 550 m Höhe in einer solchen Senke. In Sofia selbst, aber auch in seiner unmittelbaren Umgebung, entspringen zahlreiche Heilquellen, die eine Vielzahl an Kurgästen jedes Jahr nach Bulgarien zieht. Berühmt ist dabei das Heilbad Bankja mit seinem Mineralwasser-Freibad. Mehr noch als die felsigen Gipfel des Rila-Gebirges lockt das aus dem 10. Jh. stammende Rila-Kloster, das nicht nur Heiligtum aller Bulgaren ist, sondern auch das bulgarische Nationalmuseum beherbergt. Weiter östlich formen die Rhodopen einen 2000 m hohen Grenzwall gegen Griechenland und den Mittelmeerraum. Nadelwälder und Almwiesen prägen diese Gebirgslandschaft. Die Handelsstädte Plovdiv und Dimitrovgrad liegen zwischen Balkan und Rhodopen, in der thrakischen Tiefebene, die dank künstlicher Bewässerung auch für die Landwirtschaft genutzt werden kann.
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