Gesundheitstipps
...Impfschutz
Eine gültige Gelbfieberimpfung wird bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verlangt. Das auswärtige Amt empfiehlt Schutz gegen Tetanus, Diphterie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalten über 4 Wochen oder Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus. Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend der Empfehlung des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de) sollten auf aktuellem Stand sein.
...Durchfallerkrankungen
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Ein paar Grundregeln:
- ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken (z.B. Flaschenwasser), nie Leitungswasser (im Notfall filtern oder abkochen)
- Nahrungsmittel: kochen, schälen, desinfizieren
- Nahrungsmittel vor Fliegen und anderen Insekten schützen
- So häufig wie möglich Hände mit Seife waschen
- Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden
... Baden
Vom Baden im offenen Süßwasser sollte auf Grund der erhöhten Infektionsgefahr in jedem Falle abgesehen werden.
...medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit der in Europa nicht zu vergleichen und ist auf dem Land eventuell technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Gelegentlich fehlen auch europäisch ausgebildete englisch/ französisch sprechende Ärzte in der Peripherie. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind jedenfalls dringend empfohlen. Eine individuell zusammen gestellte Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend gekühlt werden. Auch hierzu ist eine individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.
Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass die Kostenerstattung durch deutsche Krankenkassen nur für Behandlungen in staatlichen Krankenhäusern möglich ist. Sie sollten somit vor einer Behandlung in einer Privatklinik mit Ihrer Krankenkasse Rücksprache halten.
...aktueller Hinweis
Das Robert-Koch-Institut berichtet, dass bei zwei Touristen aus Tunesien Choleraerkrankungen aufgetreten sind. Die Krankheitsverläufe waren milde, zu ernsthaften Komplikationen ist es nicht gekommen. Es gibt zur Zeit in Tunesien ein geringes Cholera-Infektionsrisiko.
Choleraübertragungen finden meist über infiziertes Wasser statt, auch über Salate, Gemüse, Obst, Eiswürfel, Meeresfrüchte, das mit solchem Wasser gewaschen wurde oder in Kontakt kam. Nur hygienische Massnahmen sind präventiv wirksam.
Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen, so wie eine Haftung für eventuell auftretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich. Die Angaben sind:
- zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
- auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, inbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort, zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
- immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
- trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

