Kultur, Land und Leute
...Kultur
Griechenlands Kultur erlebte bereits in der Antike eine Blütezeit. Bis ins späte Mittelalter gehörte es zum byzantinischen Reich, nach dem Einfall der Türken 1460 wurde der Staat an das osmanische Reich angegliedert. Erst 1833 wurde das Land nach lnagen Jahren des Freiheitskampfes zum selbständigen Königreich und Athen zur Hauptstadt erklärt. 1843 erfolgt die Umwandlung in eine konstitutionelle Monarchie. 1896 fanden die ersten olympischen Spiele der Neuzeit statt. 1936 wurde Griechenland zur Diktatur, die sich - nach Unterbrechung durch den Bürgerkrieg 1944 und den Versuch einer Demokratie 1967 - bis in das Jahr 1974 hielt. Dann erst wurde Griechenland zur präsidialen Republik.
Seit 1981 ist Griechenland Mitglied in der EU.
...Land
Griechenland bildet den südlichen Ausläufer der Balkanhalbinsel und reicht zwischen ionischem Meer im Westen und ägäischem Meer im Osten weit in das Mittelmeer hinein. Kennzeichnend für das Landschaftsbild sind die hoch ragenden Gebirge, der enge Zusammenhang zwischen Land und Meer, die ausdrucksvolle Küstengliederung mit tief in das Land greifenden Buchten und weitreichenden Landzungen, so wie dem Festland vorgelagerten Inselscharen, die eine bedeutende Rolle für die Faszination Greichenlands spielen. Ein Fünftel des Gebietes verteilt sich dabei auf rund 2.000 Inseln, von denen aber nur weniger als 200 bewohnt sind.
...Leute
Über 10,6 Millionen Menschen leben heute in Griechenland. Der Bevölkerungszusatz seit 1940 rief mehrere Auswanderungswellen hervor, die immer in enger Verbindung mit der konjunkturellen und politischen Entwicklung des Landes standen. Abgesehen von kleinen nationalen Minderheiten (Makedonier, Bulgaren, Albaner und Türken) besteht die Bevölkerung des Landes zu rund 99% aus Griechen. Trotz historisch bedingter regionaler Unterschiede und starker geografischer Zersplitterung haben die Griechen ihre kulturelle Identität bewahrt und ein starkes Nationalbewusstsein entwickelt. Dabei spielen Sprache und Religion eine wichtige Rolle.
Nahezu alle Griechen sprechen Neugriechisch, das sich aus dem Altgriechischen entwickelt hat. Sie gehören fast ausnahmslos der orthodoxen christlichen Kirche an, die als Staatskirche eine herausragende Stellung einnimmt. Ihr Einfluss im privaten wie auch im öffentlichen Leben ist ungebrochen, wenngleich sich mit fortschreitender Industrialisierung auch ein allmählicher Wertewandel vollzieht.

