Kykladen

...Mykonos
Das malerische Mykonos, Hauptort und -hafen der Insel, vor dem sich Luxusyachten einträchtig neben bunten Fischerbooten im Wasser wiegen, unterscheidet sich in der Anlage von den meisten Orten in der Ägäis. Während diese sich im Halbrund einen Hang hinaufziehen, erstreckt sich Mykonos flach entlang der Küste. Die relativ hohen Berge, denen wir auf den meisten Kykladeninseln begegnen, haben hier flachen Felshügeln Platz gemacht, die wie die märchenhaft schönen Küstenstriche typisch für das Landschaftsbild von Mykonos sind.
Auf der kleinen Kastro-Anhöhe steht die berühmte, wegen ihrer eigenartigen Archtiektur unter Denkmalschutz stehende Paraportiani-Kirche, die im Laufe der Jahrhunderte aus mehreren kleinen Kirchen zu einem schneeweißen Ganzen zusammen wuchs. Malerisch um sie herum gruppiert sind mittelalterliche Häuschen,  die zum Meer hin eine einheitliche Mauer bilden.
Ein interessantes Ausflugsziel ist das Kloster Panagia Tourliani in Ano Mera mit seinem eigenartigen Glockenturm und dem Marmorbrunnen im Hof, vorallem wegen des Klosterschatzes. Auch auf Mykonos findet sich noch der eine oder andere traumhafte Strand, weit ab vom sommerlichen Trubel der Insel.

...Naxos
Naxos, fast im Zentrum der Inselgruppe gelegen, ist die größte und zugleich fruchtbarste Kykladeninsel. Wiesen, die in kilometerlange Sandstrände münden, Felsabbrüche, die steil ins Meer abfallen, unwegsame rauhe Berge neben fruchtbaren Tälern, sprudelnde Quellen und rauschende Bäche, das sind nur einige der Landschaftsbilder, denen man hier begegnet. Die Küste ist im Süden steil, im Westen windgeschützt und in viele Sandbuchten gegliedert.
In grauer Vorzeit Schauplatz berühmter Sagen der griechischen Mythologie, hat Naxos in historischer Zeit immer eine gewichtige Rolle gespielt und war zeitweise, besonders mit seiner Bildhauerwerkstatt, Kunstzentrum der Kykladen. Die Inselhauptstadt Naxos an der Nordwestküste zieht sich mit ihren Häuschen im Hlabrund den Hang hinauf, der von einem venezianischen Kastell gekrönt wird - schon bei der Einfahrt in den Hafen ein bezaubernder Anblick. Im Schutz der Burg hatten sich im Mittelalter die damaligen Herren angesiedelt, deren Steinhäuser z.T. heute noch erhalten sind. Überall in der Stadt findet man noch Überreste einer jahrtausendealten Geschichte: bedeutende byzantinische Kirchen, das mittelalterliche Kastell mit seinem Wehrturm und Zeugen aus mykenischer Zeit in Grotta.

...Santorini
Santorin unterscheidet sich von allen anderen Kykladeninseln durch seine merkwürdige Form und geologische Struktur, die auf die verheerenden Ausbrüche eines heute erloschenen Vulkans zurückzuführen sind. Überwältigend ist bei der Einfahrt in den Hafen der Blick auf die steile Kraterwand, deren Kammlinie von schneeweißen Häuschen gesäumt ist.
Die Küste fällt an der Westseite steil ab, die Ostküste dagegen ist flach und mit langen Kiesel- und Sandstränden ideal zum Baden. Vom Hafen Skala erreicht man den 300m höher gelegenen Hauptort Thìra entweder auf dem berühmten Treppenweg mit seinen hunderten von Stufen (zu Fuß oder auf dem Esel) oder mit einer Kabinenbahn.
Die Stadt ist ein äußerst malerisches Gewirr von verwinkelten Gäßchen und übermauerten Treppengängen. Hochinteressant ist das Museum mit seiner berühmten Vasensammlung aus dem 7. und 6. Jh.v.Chr., darunter den großartigen "Thera-Vasen", einigen archaischen und klassischen Skulpturen, sowie hellenistischen und römischen Statuen und Büsten. Eindrucksvoll ist von hier aus der Blick auf die kleinen schwarzen Vulkaninseln unten im Kraterbecken, die "Kammenes" (Verbrannten), die bei Vulkanausbrüchen entstanden und zu denen man mit einem Boot übersetzen kann.  

 

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