Zentralanatolien

Die Hochebene von Zentralanatolien - das bedeutet tiefe Schluchten, hohe Kegel erloschener Vulkane, riesige Weizenfelder, windgebeugte Pappeln und eine breite Farbpalette von tiefem Braun bis hin zu gleißendem Gelb. Die Hochebene ist eine der Wiegen der Zivilisation. In Catalhöyük wurden Überreste von Siedlungen aus dem 8. Jahrtausend v. Chr. ausgegraben. Die Türken, die im 11. Jh. aus dem Osten eingewandert sind, machten sichdie Hochebene zu eigen. Während seiner unruhigen Geschichte wurde Zentralanatolien von Eroberern wie Alexander dem Großen und Timur Lenk heimgesucht. Im Laufe einer etwas zehntausendjährigen Besiedlung haben die Menschen in dieser Region die dramatischen und zugleich erhebenden Eindrücke ihrer Umgebung künstlerisch ausgedrückt - von den lebhaften Malereien von Catalhöyük bis zu den vertrauten Linien der seldschukischen Architektur und, aus der Neuzeit, des imponierenden Atatürk Mausoleums. 

...Ankara

Die Landeshauptstadt Ankara liegt 850 m über dem Meer in der gleichnamigen Provinz auf der anatolischen Hochebene, dem Kernland der Türkei. Atatürk, der Gründer der türkischen Republik, hat Ankara wegen seiner zentralen Lage im Jahr 1923 zur Hauptstadt der Republik Türkei bestimmt. Obwohl die Stadt einen modernen Eindruck macht, hat sie eine sehr alte Geschichte, die in der Bronzezeit mit den Hattis beginnt, denen viele andere Stämme u.a. Perser und Galater folgten. Letztere erhoben Ankara zu ihrer Hauptstadt (3.Jh.v.Chr.) und nannten sie "Anchyra" (Anker), eines der ältesten Worte der Galater, die dem Meer sehr zu getan waren. Unter der nachfolgenden römischen Herrschaft erblühte die Stadt zu einem der bedeutendsten Kunst-, Kultur- und Handelszentren der Antike.

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